Blutegel Workshop für Pferdebesitzer 

 

NEU: Blutegel Workshop für Pferdebesitzer (M2)

4. August (6 Stunden) in 35080 Bad Endbach mit Eva-Maria Jung und Theresa Diehl
Vier Theoriemodule vorab im Selbststudium: 
*Biologie des Blutegels
*richtige Haltung und rechtliche Hinweise
*Krankheitsbilder (Indikationen/Kontraindikationen)
*Anatomie des Pferdes
Am Praxistag:
*Wiederholung Krankheitsbilder und Indikationen, Kontraindikationen
*der richtige Umgang mit Blutegeln
*Egel selber richtig ansetzen

 

Vorkenntnisse: Keine
Kosten: 299,- Euro 
Limitierte Anzahl an Plätzen!

 

Info der Kursleiterin Eva-Maria Jung über einen der vielen möglichen Einsätze für Blutegel: 

"Ein leider ganz aktuelles Thema, ist die Erkrankung „Hufrehe“.

?Wir möchten euch nun einmal kurz erläutern, da vielen nicht bewusst ist was Egel eigentlich tun, wie und was bei einer Blutegelbehandlung bei Hufrehen passiert, weil „nur etwas Schmerzen lindern“ wäre für uns eine zu geringe Erklärung…

Was passiert bei der Hufrehe im Huf?
?Kurz ausgedrückt ist Hufrehe eine hochschmerzhafte Entzündung der Huflederhaut mit vielen verschiedenen Ursachen, zum Beispiel: Kohlenhydrate (frisches/wachsendes Gras (Fruktane), Getreide, Rübenschnitzel), Equine Metabolisches Syndrom (EMS) = Diabetes Typ 2 mit permanent erhöhtem Blutzucker, Vergiftungen (z.B Nachgeburtsverhalten (Geburtsrehe), Cortisonüberdosierung (typisch bei Cushing !) oder Überlastungsrehe (z.B. Verletzung eines Beines, dadurch Überlastung des anderen)

Das Pferd bewegt sich weniger oder gar nicht mehr, so kommt die „Blutpumpe“ nicht mehr zum Einsatz und so kann das vermehrt zugeführte Blut nicht mehr abgepumpt werden, sodass eine Stauung entsteht. Die ausgelösten Schmerzen sorgen dafür, dass das Pferd die typische Rehehaltung einnimmt, sich nicht mehr bewegt und dann die Blutpumpe völlig zum erliegen kommt. Das neue Blut kann nun nicht über den Venenweg fortbewegt werden und der Druck wird immer größer. Eine Nekrose entsteht, die Gewebeverbindungen werden schwächer bis es zu einer Ablösung des Hufbeins von der Lamellenschicht kommt. Es kann zur Rotation, Senkung oder Durchbruch kommen.

Nebenerscheinungen können sein, dass das Pferd nicht mehr frisst, Fieber bekommt, wenig Durst hat und apathisch wird. 
All diese Symptome verdicken das Blut immer mehr. Also beginnt ein „Teufelskreis“.

Welche Behandlung ist möglich??

Rechtzeitig eingesetzt können die Blutegel durch den Abfluss genügend Blut herausbefördern, sodass die absolute Stauung verhindert wird.
Eine Blutegeltherapie lindert Schmerzen, beseitigt Stauungen und fördert den Stoffwechsel, wodurch wiederum der Heilungsprozess beschleunigt wird. Der „schonende Aderlass“ wird bei der Behandlung von Hufrehepferden gerne eingesetzt. Rechtzeitig eingesetzt verhindert die Behandlung die völlige Stauung des Blutes im Huf. Dabei ist wichtig das gute Vitalwerte Grundvoraussetzung für die Egelbehandlung sind.

Akute Hufrehe, die rechtzeitig mit Blutegeln, homöopathischer Versorgung und strenger Einhaltung der Haltungsvorschriften behandelt werden, haben sehr gute Heilungschancen!

Aber auch im fortgeschrittenen Stadium mit ausreichender Therapiedauer sind die Heilungschancen gut. Chronische Hufrehe kann man mit Blutegeln oft noch in die Regenration führen. Auch wenn Hufbeinrotationen nicht immer vollständig zurückgebildet werden, so kann man doch erreichen, dass das Hufbein in der Kapsel wieder gefestigt wird (durch nachwachsen einer geschlossenen Lamellenschicht).

Beim Biss gibt der Blutegel seine Wirkstoffe über den Speichel (Saliva) an den Patienten ab.Darunter sind auch die bekannten wie Hirudin und Calin. Das Hirudin einerseits wirkt gerinnungshemmend, lymphstrombeschleunigend, antithrombotisch und gefäßkrampflösend.
Hinzu kommt der Blutentzug: Der Egel saugt etwa zehn bis 15 Milliliter Blut, noch einmal so viel wird durch die Nachblutung ausgeleitet. Die Wirkung davon soll erleichternd und beruhigend, blutreinigend und entgiftend, entzündungshemmend sowie krampflösend sein." (Eva-Maria Jung)

 

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